STRUKTUR Deutscher Handballbund Athletikkonzept 23 nehmlich vor dem Hintergrund der schnellen Regenerationsfähigkeit (z. B. im Spiel, Turnier- oder Saisonverlauf) der Spieler*innen zu sehen. Sie bedingt darüber hinaus aber auch in gewissem Maße die Entwicklungsfähigkeit handballspezifischer Ausdauerfähigkeiten. Die Energiebereitstellung erfolgt bei aeroben Belastungen vereinfacht durch Verstoffwechslung von Kohlenhydraten (Glykolyse) und Fetten (Lipolyse) – typischerweise bei geringen bis moderaten Intensitäten, also zum Beispiel beim Gehen oder beim lockeren bis moderaten Laufen. Typische Trainingsmethoden hierfür sind die extensive oder intensive Dauermethode oder die variable Dauermethode (s. Tab. 6). Da Handball als Start-Stopp-Sportart aber vielmehr von kurzen, intensiven bis hochintensiven Aktivitäten geprägt ist, also zum Beispiel kurze Sprints, Richtungswechsel, Zweikämpfe oder Sprünge, kommt insbesondere der anaeroben Ausdauer eine zentrale Rolle zu. Bei anaeroben Belastungen ist die Intensität so hoch, dass die aeroben Energiebereitstellungsprozesse nicht ausreichen bzw. nicht schnell genug sind, um die Muskelarbeit aufrechtzu Tab. 6 Orientierung des Lauftrainings an der Herzfrequenz Belastungssteuerung mittels objektiver Leistungsparameter Trainingsintensität Trainingsziel Trainingsmethoden 90 – 100 % HF max anaerobe Ausdauer z. B. intensive Intervallmethode mit Kurzzeitintervallen 80 – 90 % HF max aerob- anaerobe Ausdauer z. B. extensive Intervallmethode mit Langzeitintervallen, Spielmethode 70 – 80 % HF max intensive aerobe Ausdauer z. B. intensive Dauermethode mit geringem Belastungsumfang 60 – 70 % HF max extensive aerobe Ausdauer z. B. extensive Dauermethode mit hohem Belastungsumfang 50 – 60 % HF max Regeneration und Kompensation z. B. extensive Dauermethode mit geringem Belastungsumfang
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