Athletikkonzept | Stand: 15.10.2024

STRUKTUR Deutscher Handballbund Athletikkonzept 18 Psychische Leistungsvoraussetzungen Hiermit sind vor allem Aspekte der grundlegenden Leistungs- bereitschaft von Spieler*innen gemeint. Motivation, Wille und Entschlossenheit sind nur ein paar Begriffe, die die besondere Bedeutung der psychischen Leistungsvoraussetzung für die Leistungserbringung beschreiben. Gerade auch für das Athle- tiktraining sind die Motive und Einstellungen der Athlet*innen von zentralem Stellenwert. Beweglichkeit und Stabilität Ein gutes Zusammenspiel von Beweglichkeit und Stabilität im Sinne der Bewegungsqualität ist maßgeblich für die Umset- zung und Kontrolle dynamischer Bewegungen im Handball. Die Defizite in den nachgeordneten athletisch-konditionellen Ebenen sind ursächlich nicht selten auf dieser Ebene zu su- chen. Neben potenziellen Leistungseinbußen erhöht eine schlechte Bewegungsqualität auch das Risiko einer Verletzung. Aerobe und anaerobe Ausdauer Ausdauer wird klassisch als die Fähigkeit definiert, eine gegebene Belastung über einen möglichst langen Zeitraum aufrechtzuerhalten. Die aerobe Ausdauerfähigkeit (häufig auch Grundlagenausdauer genannt) nimmt hierbei im Sinne der Regenerationsfähigkeit eine übergeordnete Stellung ein. Das Handballspiel selbst jedoch ist vor allem durch seine StartStopp-Charakteristik mit vielen kurzen, hochintensiven Aktionen geprägt, die sich mit längeren Phasen geringerer Intensität abwechseln. Hieraus erschließt sich vor allem die besondere Bedeutung der anaeroben Stoffwechselwege für die Leistungsfähigkeit von Handballspieler*innen. Maximal- und Schnellkraft Maximalkraft und Schnellkraft sind entscheidende Fähigkeiten für die Leistungserbringung im Handball. Alle Zielbewegungen des Handballs (Lauf, Sprung, Wurf und Zweikampf) sind in erster Linie abhängig von den Kraftfähigkeiten der Spieler* innen. Des Weiteren ist Krafttraining die zentrale Säule in der Erhaltung der Gesundheit vor allem im Hinblick auf die Reduktion von Verletzungen des Bewegungsapparats. Schnelligkeit und Agility Handball zeichnet sich durch zahlreiche Starts, Stopps und Richtungswechsel aus. Spieler*innen sollten dabei neben der linearen Schnelligkeit vor allem über ein hohes Maß an Richtungswechselschnelligkeit verfügen. Agility zeichnet sich hierbei durch eine der spezifischen Situation entsprechenden effizienten Bewegungsantwort aus. Hierzu ist ein komplexes Zusammenspiel der oben genannten Schnelligkeitsfähigkeiten und der kognitiven Kapazitäten (z. B. Wahrnehmung und Antizipation) notwendig. Technik Mit Techniken sind im Wesentlichen die sportartspezifischen Bewegungsfertigkeiten gemeint, die zweifelsohne das zentrale Kraft ist eine elementaren Leistungsvoraussetzungen zur Entwicklung von sportlicher Leistungsfähigkeit.

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