STRUKTUR Deutscher Handballbund Athletikkonzept 27 Im Sinne des LLA ist vorsichtig zu hinterfragen, ob man mit der Kraftausdauermethode eine Verbesserung der Kraftleistungsfähigkeiten im Sinne des handballspezifischen Anforderungsprofils erwirken kann. Handball ist grundsätzlich nicht entscheidend durch die Kraftausdauer limitiert. Kraftausdauerbelastungen (50 – 60% 1-RM) von bis zu zwei Minuten Dauer, wie sie z. B. beim Ringen zu beobachten sind, treten beim Handball eher selten auf. Daher möchten wir im Folgenden auf Maximal- und Schnellkraft als relevante Kraftfähigkeiten im Handball fokussieren. Belastungskonfiguration Adaptationen Relative Last / Belastungshöhe (% 1-RM) 50 – 60 % Muskelmasse ++ Wiederholungen pro Satz 20 – 40 (bis max. 2 min Belastungsdauer) Ausnutzung des Muskelpotentials ++ Serien 4 – 8 Kraftmaximum + Serienpause 0,5 – 1 min Kraftanstieg Kontraktionsgeschwindigkeit kontrolliert Voraktivierung Regeneration 1 – 3 Tage Reflexaktivität Tab. 11 Kraftausdauer-Methode (alle Tabellen adaptiert nach Güllich & Schmidtbleicher, 1999) Gute Schnellkraftfähigkeiten – unabdingbare Voraussetzung für das bei Handballern erforderliche Sprungvermögen.
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