STRUKTUR Deutscher Handballbund Athletikkonzept 31 2.5 SCHNELLIGKEIT UND AGILITY Maximale Sprint- und Bewegungsgeschwindigkeiten sowie eine hohe Geschwindigkeit bei Richtungswechseln sind gekennzeichnet von einer initialen Beschleunigung einzelner Körpersegmente und/oder des Körperschwerpunkts (KSP). Diese Beschleunigung ist bedingt durch die körpereigene Produktion und Entfaltung von Kräften in limitierten Zeiträumen. Um dementsprechend die Beschleunigung zu maximieren, sind verschiedene Trainingsinterventionen mit dem Ziel notwendig, die Kraftproduktion und/oder -orientierung bei sportartspezifischen Bewegungen innerhalb situationsabhängiger Zeiträume zu erhöhen. Hier geht es vorrangig um physische Kapazitäten und Qualitäten. Um Schnelligkeit – im Sinne von linearer Geschwindigkeit – darzustellen, werden im DHB-Athletikkonzept die Zielformulierungen der Meilensteine für den 20-Meter-Sprint herangezogen. Für die Richtungswechselfähigkeit gibt es mit dem 5105-Pro-agility-Test ebenfalls klare Zielformulierungen in den Ausbildungsstufen. Agility Die Agility ist ein zentraler Punkt im Handball und bedingt maßgeblich den Ausgang vieler spielentscheidender Aktionen. Einfach ausgedrückt ist Agility die Fähigkeit, eine handball - spezifische Aktion, abhängig vom jeweiligen Kontext, in möglichst kurzen Zeiträumen unter ausreichend effizienter Bewegungskontrolle zu absolvieren. Dementsprechend bedingt die Abb. 18 Agility – eine multifaktorielle Fähigkeit (adaptiert nach Young & Farrow, 2006) Richtungswechsel Geschwindigkeit Anthropometrie Körperhaltung- und -neigung Anpassung der Schrittlänge Anpassung der Schrittfrequenz Technik lineare Geschwindigkeit Wahrnehmung Antizipation Mustererkennung Situations- erfahrung Reaktionszeit muskuläre Eigenschaften kognitive Schnelligkeit/ Entscheidungsfindung AGILITY Kraft Bewegungs- ausführung isometrische Kraft exzentrische Kraft konzentrische Kraft Reaktivkraft Schnellkraft und Kraftanstiegsrate Sprint
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