HINTERGRUND Deutscher Handballbund Athletikkonzept 13 (s. Abb. 6). Multipliziert man diesen Wert mit der Dauer des Trainings in Minuten, erhält man dann die sogenannte sRPE (Session-RPE). Beispiel: Ein Training dauert 60 Minuten und der/die befragte Spieler*in bewertet die subjektive wahrgenommene Beanspruchung mit 5, so beträgt der sRPE 300 (60*5). Dieser individuelle Wert kann dann zur weiteren Steuerung verwendet werden. In diesem Zusammenhang kommt sehr häufig die sogenannte ACWR-Methode (Acute to Chronic Workload Ratio) zur Anwendung (Gabbett, 2016). Dabei wird die Trainingsbeanspruchung der vergangenen Wochen (häufig der letzten vier) in Relation zur aktuellen Trainingswoche gesetzt. Das Verhältnis sollte dabei je nach Zielstellung in einem Bereich von 0,8 – 1,4 liegen, um zu hohe Beanspruchungen (Überbelastung), aber auch zu geringe Beanspruchungen (Unterbelastung) zu vermeiden (s. Abb 7). Beispiel mit sRPE-Daten: In dieser Woche liegt die Gesamtbelastung bei 1000 Einheiten, in den letzten vier Wochen lag die wöchentliche Belastung durchschnittlich bei 800 Einheiten, dann beträgt die ACWR 1,25 (1000/800). Das Praktikable an der ACWR-Methode ist, dass sie mit objektiven und subjektiven Daten verwendet werden und somit in vielen Monitoring-Settings zur Anwendung kommen kann. Abb. 7 Theoretisches Verhältnis von akuter und chronischer Belastung/Beanspruchung (ACWR) in Relation zu Leistung und Verletzungsrisiko (adaptiert nach Foster, 1996, Gabbett, 2016) Risiko Untertraining A:C-Ratio ‹0,8 Optimale Belastung A:C-Ratio 0,8 - 1,3 Risiko Übertraining A:C-Ratio ›1,4 Kurzzeitiges Übertraining 1,3 - 1,4 Abb. 6 Skala zur Einschätzung des subjektiven Belastungsempfindens bzw. der Beanspruchung (adaptiert nach Büsch et al., 2022) 10 So anstrengend, dass ich abbrechen muss 9 Maximal anstrengend 8 Extrem anstrengend 7 Sehr anstrengend 6 Anstrengend 5 Mäßig anstrengend 4 Wenig anstrengend 3 Sehr wenig anstrengend 2 Extrem wenig anstrengend 1 Überhaupt nicht anstrengend 0 Ruhe Verletzungsrisiko Leistung Ratio
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